Kategorie-Archiv: Impressionen

Impressionen vom 07.12.2015: Neue Wehrpflicht | Vergewaltigungsstudie | Weibliche Exklusivrechte

1) Die AfD aus Baden-Württemberg fordert in ihrem Wahlprogramm die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Selbstverständlich nur für Männer.

www.alternativefuer-bw.de/wp-content/uploads/Landtagswahlprogramm_AfD_2016.pdf

So viel zum Thema „Das Grundgesetz muss nicht geändert werden, die Wehrpflicht ist doch ausgesetzt“.

2) Alles Evolution setzt sich mit Vergewaltigung, Hinderungsgründe für Verurteilungen und Täter-Opfer-Beziehungen auseinander. Einige interessante Zahlen sind bei der gefundenen Studie dabei:

Von den 463 Anzeigen waren also 63 Falschbeschuldigungen, die recht schnell erkannt worden sind. Das sind immerhin 13,6% wenn ich richtig gerechnet habe. Das waren die mit hochwertigen Beweisen, das es sich nicht um Vergewaltigungen gehandelt hat. Es können also weitere in den noch verbleibenden 400 Fällen enthalten sein.

3) Sogar im feministischen Schweden ergreifen Frauen wenig Technologieberufe.

Natürlich ist das für den Feminismus nicht im Ansatz ein Grund die eigenen Standpunkte zu hinterfragen.

4) „Es müssen mehr Frauen an die Macht. Dann ist die Welt friedlicher und es gibt weniger Kriege!“

Noch so ein Vorurteil, das bei näherer Betrachtung zerbröselt. Denn siehe da: Königinnen waren in der Geschichte eher Kriegstreiber als Könige.

Ist es übrigens jemandem aufgefallen, dass Angela Merkel und Verteidigungsministerin von der Leyen nur wenig Skrupel haben in den Krieg zu ziehen? Unter Gerhard Schröder gab es wenigstens noch eine Fernsehansprache.

5) Schon etwas älter, aber trotzdem noch lesenswert (weil sich genau nichts geändert hat):
„Fünf Rechte, die Frauen haben und Männer nicht“

 

 

 

Impressionen vom 06.12.2015: Nichtburka-Zwang | #Alltagssexismus | #JessicaJones

1) Die CSU will Komplettverschleierung irgendwie verboten bekommen. Das ist natürlich eine reine populistische Witzveranstaltung, weil es gegen des Grundgesetz verstößt:

Jeder Mensch habe das Recht, sich so anzuziehen, wie er möchte und seine Religion frei auszuüben, das sagt auch Staatsrechtler Christian Jasper. Damit sprächen schon einmal zwei Grundrechte – das Recht auf Religionsfreiheit und das Persönlichkeitsrecht – gegen ein Burka-Verbot.

Nicht, dass die CSU (oder Schwestern im Geiste wie Alice Schwarzer) sich je großartig um das Grundgesetz gekümmert hätten.
Freiheit ist eben immer auch die Freiheit selbst zu entscheiden welche Körperteile man unbekleidet der Öffentlichkeit zeigen will und welche nicht.
Meine Theorie ist, dass man auch bei der CSU weiß, dass so etwas nie durchzusetzen ist. Man will ein „Zeichen setzen“, auch wenn die Partei sich dabei verfassungsfeindlich gibt.

Und nein: Man muss nicht dem Islamismus das Wort reden um gegen derartige Vermummungsverbote zu sein. Denn abhängig davon wie so ein Gesetz endet dürfte es dann auch verboten sein, zum Beispiel mit einer Guy Fawkes Maske herumzulaufen.
Keine gute Idee.

2) Ein schwules Elternpaar in der Schweiz will vor dem EuGH auf Anerkennung der Vaterschaft des nicht genetisch verwandten Elternteils klagen. Das dürfte noch spannend werden.

3) Der Sexismusbeauftragte nennt einige Fälle von #Alltagssexismus gegen Männer. Einfach mal im Hinterkopf behalten wenn das nächste Mal davon gesprochen wird „Aber Frauen haben es ja im Alltag so viel schwerer als Männer!“

Kostprobe:

Die Ortsamtsmitarbeiterin, die bei der Ummeldung meines Sohnes von mir erwartet, dass ich Ausweis und Unterschrift der Mutter vorlege, während meine Ex-Frau unsere Tochter lustig ummelden kann, ohne, dass mich jemand fragt.
(…)
Die Frau, die dem Vater, der alleine den Kinderwagen durch die Gegend schiebt sagt:
„Da ist ihre Frau ja ganz schön mutig.“

4) Lucas Schoppe vertieft noch einmal den angeblichen Konflikt zwischen „Offlinern“ und „Onlinern“ in der Männerszene.

Für mich bleibt das absolut unverständlich, dass es da überhaupt eine Art von Konflikt gibt.

5) „Frauen gehören auf den Bildschirm“ titelt die ZEIT vergangene Woche über die neue Marvel-Serie „Jessica Jones“. Dabei kritisiert Autor Felix Stephan vor Allem, dass die Serie als feministischer Meilenstein hochgejubelt wird.

Eine Episode endet vollkommen unironisch mit einer Großaufnahme der weinenden Jessica, eigentlich eine klassische Lindenstraße-Technik. Wenn man die Geschichte in einem Krankenhaus in Sao Paulo ansiedeln würde, mit dem Bösewicht Kilgrave als Oberarzt und Jessica Jones als Stationsleiterin, wäre die Serie im brasilianischen Nachmittagsfernsehen genauso gut aufgehoben.

Ganz so gnadenlos würde ich jetzt mit der Serie nicht umgehen. Was mich hingegen stark nervt ist dieses „Frauen=Opfer, Männer=Täter“-Ding, das auch bei Jessica Jones wieder kultiviert wird.

6) Wenn „Gender-Studies“ Kinder bekommen…

Okay, ich musste schon schmunzeln an der einen oder anderen Stelle.

7) Zum Ende noch ein Pic:

8) Ahoi Polloi hat noch was tolles zum Thema „Warum gibt es so wenige männliche Erzieher?“  ?

Impressionen vom 05.12.2015: Lehrerinnen | Sexistische Modenschau | Frauenquote Schweiz

1) Zu Zeiten der NS-Diktatur wurden homosexuelle Männer in „rosa Listen“ erfasst, schließlich landeten viele von ihnen im KZ. Die AfD in Thüringen hat im Parlament die Anfrage nach der genauen Zahl der Homo-, Bi- und Transsexuellen gestellt. Genau deshalb gibt es das Prinzip der Datensparsamkeit. Weil es einfach Daten gibt, die Niemand wissen muss.

2) In NRW ist die Primarstufe (Grundschule) zu 90% weiblich besetzt, und auch an Gymnasien sind Frauen deutlich in der Überzahl. An der Stelle wäre eine Quote tatsächlich mal sinnvoll, nämlich für Männer.

3) In Wien will ein Mensch eine Modenschau besuchen, wird dann aber abgewiesen. Der Grund: Der Mensch hat seine Freundin nicht dabei, und ohne weibliche Begleitung dürfen bestimmte Menschen wohl nicht überall hingehen.

„Die Dame am Eingang hat mich von oben bis unten gemustert als würde ich etwas im Schilde führen. Als sich dann noch der Sicherheitsmann eingemischt hat, bin ich gegangen.“
(…)
In der Einladung, die S. und seine Freundin per eMail erhalten haben, stand von einem Männerverbot aber nichts.

Ein solches Männerverbot wird es explizit ja auch nicht geben, es ist implizit. Wenn Männer zu so einer Veranstaltung gehen hängt ihnen automatisch der Verdacht nach sie täten das nur um sich aufzugeilen.
Ich bin sicher keine Frau würde je bei einer Modenschau für Männer abgewiesen werden.

4) Täglich grüßt das Murmeltier: Die Lohn-Lücke ist viel kleiner als gedacht, ein „Entgeltgleichheitsgesetz“ nicht nötig. Keine Überraschung, aber es gibt immer noch Menschen die das einfach leugnen.

5) Wieder einmal einer dieser üblichen Fälle:


Ein Mann wird einer Vergewaltigung falsch verdächtigt, hat zwar ein Alibi, kommt aber trotzdem erst mal 3 Monate in den Knast und verliert seinen Job und die Karrierechancen. Seine Hochzeit wird abgesagt und er muss wegen Selbstmordabsichten in psychiatrische Behandlung.

Mich erinnert sowas immer an diese finsteren Geschichten aus dem vornehmlich islamischen Raum wo jemand vergewaltigt wird, und anschließend von der Familie, dem Partner, etc. verstoßen wird. Das ist wohl das westliche Äquivalent dazu.

6) Christian von AllesEvolution berichtet über „Eindrücke, die die Männerbewegung vermeiden sollte“ die von Adrian aka Schwulemiker bezeichnet wurden.

Die Männerbewegung sollte zwei Eindrücke vermeiden:

Erstens, dass sie deshalb antifeministisch ist, weil sie keine Frau abbekommt.
Zweitens, dass sie deshalb antifeministisch sind, weil ihnen eine Frau/Ehefrau übel mitgespielt hat.

Meiner Erfahrung nach kommt so etwas nicht als „Eindrücke“ vor. Im Gegenteil, ich kenne so etwas nur als ad hominem Angriffe sobald man Männerrechtsthemen argumentiert.
In meinen Augen ist es das männerrechtsfeindliche Äquivalent zu „die Frau gehört einfach mal wieder richtig durchgefickt“. Und es sagt auch circa das selbe.

7) Lacher des Tages:
Islamisten haben an einer US-Uni das feministische Prinzip für sich entdeckt, und handeln jetzt entsprechend. Sie reden von „Safe Spaces“ und „No Plattforming“ um gegen den Vortrag einer feministischen Ex-Muslima vorzugehen und diesen aktiv zu stören.

Und der wahre Witz kommt noch: die feministische Gruppierung auf dem Campus schließt sich der Position der Islamisten an.
Imitation ist die höchste Form der Bewunderung. Da haben sich wohl echt zwei gefunden.

8) Auch in der Schweiz wird demnächst eine Frauenquote eingeführt, offenbar nach deutschem Vorbild. Karl Müller bezeichnet das als das was es ist: Diskriminierung aufgrund von Geschlecht. Folgerichtig ruft er dazu auf sich direkt an die Abgeordneten zu wenden.

9) Dazu ein passendes Fundstück: Wenn der Züricher Tages-Anzeiger eine Online-Frage zur Frauenquote stellt, dann sieht das so aus.


Man darf also entweder dafür sein oder… äh, dafür sein. Die meinen das vermutlich auch noch ernst.

Impressionen vom 04.12.2015 – Genderkonferenzstreaming | #SanBernadino | Schwedenfeminismus

1) Geschlechterallerlei beschäftigt sich mit einer Frage die sich mir ebenfalls schon gestellt hat, nämlich: Warum gab es vom Genderkongress neulich keinerlei Streaming? Zitiert wird Allesevolution:

Ein genderkongress, der anscheinend nicht gestreamt wurde und von dem es noch nicht mal ein youtubevideo gibt, das als potenzierer auch für das nächste mal für die Veranstaltung wirbt ist im Jahr 2015 echt reichlich schlecht.

Die Vorabberichterstattung hatte ich natürlich verfolgt und mir war reichlich früh klar, dass es da kein Streaming geben würde. Dass Leute das Fehlen eines Streamings schade finden ist nachvollziehbar, allerdings sehe ich keinen Grund auf Irgendwen mit dem Finger zu zeigen. Vor allem dann nicht, wenn es eine Frage des Engagements und/oder der Kosten ist.
Das ist ein Ding über das man nicht „motzen“ sollte, sondern einfach: nächstes Mal besser machen. Und wenn es heißt über eine Plattform x-tausend Euro zu sammeln. Ich bin auf jeden Fall mit 100 Euro dabei für einen Livestream.

2) Beim Amoklauf von San Bernadino sind die Täter einigen Beobachtern aufgefallen, allerdings haben sie lieber nichts gesagt, angeblich aus Angst vor den Social Justice Warriors

Dabei bin ich definitiv kein Fan von einer „diese Leute sehen nicht so aus als gehörten sie hier hin“-Attitüde. Wenn Menschen jedoch aus Angst etwas nicht sagen dann läuft etwas falsch.

3) Währenddessen hat ein Troll die Medien genarrt, indem er die Info gestreut hat, der San Bernadino Amoklauf hätte irgendwie mit Gamergate zu tun.

4) In Schweden gibt jedem 16-Jährigen jetzt das Buch „Why We Should All Be Feminists“.

Ich sage besser nicht woran mich das in Bezug auf die Deutsche Geschichte erinnert. Die größte Hoffnung ist wohl, dass die 16-jährigen es nicht lesen werden.

5) Irland verbietet LGBT Diskriminierung (Lesbian Gay Bisexual Transgender), was wohl vor Allem für Kirchen Auswirkungen hat. In Deutschland ist es wohl tatsächlich für Kirchliche Träger erlaubt, Homosexuelle ohne Angabe von Gründen zu entlassen.

Außerdem gibt es in Irland freie Geschlechtswahl, etwas das in Deutschland schon wegen all der Vielzahl sexistischer Gesetze und Bestimmungen unmöglich wäre. Denn bei freier Geschlechterwahl würden Frauenquoten zur Farce.

6) Eine Hormonersatztherapie mit Testosteron soll fettleibigen Männern mit Typ-2-Diabetes helfen. Testosteronmangel und Verfettung sind dabei wohl ein Teufelskreis, die zur Verschlimmerung der Diabetes führen.

7) Beim Arbeitsmarktservice Wien (AMS), einer öffentlich-rechtlichen Unternehmung vergleichbar mit einem Jobcenter, gibt es für Flüchtlinge nach Geschlechtern getrennte Kurse. Ausgerechnet die Chefin(!) verteidigt das vorgehen mit der Begründung Männer und Frauen hätten unterschiedliche Kompetenzen. Diese Art von Logik, die Kompetenz an Geschlechtsteile knüpft kenne ich sonst eher vom Vatikan.

8) Auch bei den Katholiken fragt man sich so langsam wie es eigentlich mit männlichen Opfern aussieht, wenn wieder einmal Kampagnen „gegen Gewalt gegen Frauen“ zelebriert werden.

9) Männer und Frauen ticken bei Krankheiten unterschiedlich, berichtet „Unternehmen heute“.

Bekannt ist auch der Geschlechterunterschied beim Herzinfarkt: Während in Europa jedes Jahr rund 250.000 Männer daran sterben, sind es nur 77.000 Frauen vor dem 65. Lebensjahr.

Als Vergleichswert: für 2013 wurden in Europa mit einer Zahl von 88.000 weiblichen Todesopfern an Brustkrebs gerechnet, und zwar für alle Altersklassen. (Quelle) Das sehe ich deshalb als so wichtig an, weil es breite Plakatkampagnen zum Thema Brustkrebsvorsorge gab/gibt.

Impressionen 03.12.2015

Ich nehme mir mal an Arne Hoffmann ein Beispiel, und fasse einige der Impressionen zusammen, die mir über den Tag so begegnen.

1) In San Bernadino in den USA hat es einen Amoklauf gegeben, das kommt in den USA ja leider häufiger vor.
Erste Verdächtigungen gingen natürlich in die Richtung „weiße Männer“. Noch bevor die Polizei etwas gesagt hat.

Dass in Wirklichkeit eine Frau beteiligt war, scheint etliche Medien geradezu zu verstören:


Frauen sind nicht immer Opfer? Hat sich die Täterin vielleicht vertan?

sci_fanboi konstatiert folgendes:


Wie kann das sein? Töten Kugeln aus weiblichen Waffen mit 30% mehr Liebe als die aus männlichen Waffen?

Währenddessen bekommt eine Frau aus Großbritannien Hasskommentare ab, weil sie zufällig ebenso heißt wie die Amokläuferin.

2) Der Feminismus hat ein Imageproblem. Woher das bloß kommt?

3) Laut der Studie einer Bank achten Jüngere und Männer eher auf ihre Finanzen als Frauen.
Ist das jetzt der Gender Spar Gap, oder wie?

4) „US-Studie: Energy-Drinks macht Männer zu Macho-Idioten“
Das stimmt zwar nicht, besagt die Studie auch nicht, aber trotzdem kann man einfach mal so titeln wenn es um Männer geht. Es geht mal wieder um so ein klassisches „Korrelation vs. Kausalität“-Ding. Gleichzeitigkeit belegt eben keinen Zusammenhang.
Bei Huffington Post erfährt man mehr:

Natürlich ist es trotzdem fragwürdig, junge Männer, die Energy-Drinks trinken, unter einen Generalverdacht zu stellen. So wurde die Studie auch nur an einer kleinen Gruppe von amerikanischen, weißen, heterosexuellen Collegestudenten vorgenommen.

Natürlich ist es fragwürdig, junge Männer unter Generalverdacht zu stellen. Aber es gilt eben nicht als fragwürdig das zu tun. Das ist der feine Unterschied.