Kategorie-Archiv: Männerrechte

InterventionsZentrum gegen Häusliche Gewalt: Keine Hilfe für männliche Gewaltopfer

Ein Benutzer bei Facebook hat beim Interventionszentrum gegen Häusliche Gewalt in Südpfalz nachgefragt, ob denn auch männlichen Opfern von Häuslicher Gewalt geholfen wird.

Dass die Antwort selbstverständlich „Nein, wir helfen nur Frauen“ lautet, wird wohl niemanden überraschen.

Trotzdem möchte ich einen Teil der schriftlichen Antwort wörtlich zitieren:

Wenn die Frau Gewalt ausübt und der Mann mit einer Ohrfeige reagiert, ist das eine Körperverletzung und somit eine Straftat. Finden Sie es in Ordnung, dass körperlich überlegene Männer dann ebenfalls mit Gewalt reagieren und sich dann auch noch als Opfer hinstellen und Verständnis erwarten?

Eines kann man dem Antwortenden nicht vorwerfen: dass er oder sie das feministische „Der Mann hat immer Schuld“-Narrativ nicht konsequent durchhalten würde.

Aachen: Barbier wird Opfer von Anschlägen – weil er keine Damenabteilung hat

Eine Wohlfühloase – das soll der „Frankenberger Barber & Social Club“ in Aachen sein. Und der Betreiber bekommt deswegen mächtig Ärger. Warum?

Ganz einfach: es ist eine Wohlfühloase für Männer. Und zwar nur für Männer, und deswegen kam es zu Gewaltausbrüchen.

Es berichten: die Aachener Nachrichten
und die WDR Lokalzeit Aachen:

Ein klares Symptom für das, was mächtig schief läuft in diesem Land. An allen möglichen Orten gibt es einen Frauentag in der Sauna, im Schwimmbad (Wann, bitte sehr, ist Männertag?), es gibt sogar Hotels ausschließlich für Frauen(!) und sogar Flüchtlingsunterkünfte nur für Frauen.

Selbstverständlich sind Beauty-Salons und Wellness-Oasen nur für Frauen etwas ganz normales.

Jetzt wagt es ein einzelner Mann so etwas auch für Männer anzubieten. Nach dem Shitstorm wird zur Gewalt gegriffen. Das ist ein recht klares Zeichen dafür, dass hier jemanden schiere Angst, ja sogar die nackte Panik gepackt hat. Wovor? Ich vermute davor, dass Männer sich emanzipieren. Ihre eigenen Räume schaffen, in denen sie sich wohlfühlen können.

Das Ziel ist klar: einen öffentlichen Wohlfühlraum ausdrücklich für Männer, zu dem Frauen ganz plakativ keinen Zutritt haben, so etwas darf es nicht geben. Das Gegenteil davon hingegen schon.

Und wenn der Betreiber das nicht genau so sehen will, so muss er in Angst und Schrecken versetzt werden, nämlich indem Gewalt gegen seine Besitztümer und somit die Existenz des Geschäfts angewendet wird.

Die systematische Ausübung von Gewalt um Angst und Schrecken zu verbreiten mit dem Ziel Menschen gefügig zu machen – das ist die exakte Definition von Terror, ohne Übertreibung.
Und das alles nur deswegen weil hier jemand versucht Männern ein schönes Gefühl zu geben.

Offener Brief an Jürgen Kuri und c’t/Heise Verlag wegen Vermengung von Maskulisten und Rassisten

Als ich vor einiger Zeit auf heise online den Kommentar von Jürgen Kuri zum Thema Meinungsfreiheit und Hatespeech gelesen habe, konnte ich wieder einmal nur mit dem Kopf schütteln. Wie so oft bei dem Thema.

Ich kenne Artikel und Stellungnahmen von Jürgen Kuri schon seit bald zwei Jahrzehnten, und schätze ihn als besonnenen und klugen Journalisten ein. Aber sogar die Besten sind wohl nicht vor Fehlschüssen gefeit. Daran musste ich denken als ich das hier las:

Es sind die PegidistInnen und die Maskulinisten, die Identitären, Reichsdeutschen und Antifeministen, die „Das wird man doch noch mal sagen dürfen“-BürgerInnen und die Verschwörungstheoretiker, die mit Rassismus, Menschenverachtung, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Sexismus eine krude Hassblase erzeugen und im Endeffekt alle aus derselben Höhle gekrochen scheinen. Menschen in einer Stimmungs- und Meinungslage, die nur wenig verhohlen oder ganz offen geäußert ein reaktionäres Menschenbild predigen, alles was dem nicht entspricht mit Hass verfolgen und damit die Foren fluten.

Diese bizarre Vermengung vom Bemühen um Menschenrechte für Männer auf der einen und Rassismus auf der anderen Seite ist inzwischen bei vielen Journalisten unhinterfragt in ihrem Narrativ angekommen.

Im dazugehörigen Heise-Forum gab es eine Menge kluger Kommentare, die darauf auch Bezug nahmen, unter Anderem dieser hier:
„Wo hat der Feminismus eigentlich seine Immunität gekauft?“

Offenbar sehe nicht nur ich diesen Kommentar von Jürgen Kuri als Fehltritt an, sondern es gibt auch noch andere, bei Genderama gibt es als Gastbeitrag jemanden, der einen offenen Brieg an die c’t Redaktion veröffentlicht hat. 

Zuschriften dieser Art beginnen wohl traditionell mit einer Selbstoffenbarung. Ich will in diesem Fall einmal nicht darauf abheben, wie lange ich bereits c’t lese (26 Jahre), sondern auf eine mir angeborene Eigenschaft, deren aktuell politisch korrekte Bezeichnung mir leider momentan entfallen ist: Einer meiner Elternteile stammt nicht aus Deutschland, nicht einmal aus Europa, Nordamerika oder Ozeanien.

Wenig später „outet“ er sich dann als Maskulist. Wirklich sauer kann ich Jürgen Kuri nicht sein, er ist einfach auf geschickt konstruiertes Zerrbild über Männerrechtler reingefallen. So wie übrigens schon viele vor ihm, er ist also in bester Gesellschaft. Einen Unterschied sehe ich aber schon: ihm traue ich zu Fakten zu überprüfen und seine Position zu überdenken.

Ins Netz befreit: „Gegen den Strich – eMANNzipation“ – WDR markt vom 09.11.2015

Der bemerkenswert ausgewogene Beitrag über Männerrechte in der WDR-Sendung markt vom 09.11.2015 in der die Kollegen von nicht-feminist.de befragt werden ist jetzt auch ins Netz befreit, und kann auf Youtube angeschaut werden.

Das nur der Vollständigkeit halber, sobald der Inhalt vom WDR wieder „depubliziert“ werden muss.

Frauen – Hintern – Herd — Was sind reaktionäre Geschlechterbilder und wer vertritt sie?

Fast jeder kennt die “klassischen” reaktionären Geschlechterbilder, die die meisten Menschen zwar nicht selbst erlebt aber von denen sie dennoch gehört haben.
Frauen, so das gängige Narrativ über vergangene Frauenbilder, gehörten früher generell “hinter den Herd”. Männer hingegen hätten früher “Ernährer und Beschützer” zu sein. Und zwar nicht nur für “die Frau”, sondern auch auch für Kinder und Alte, sprich: Alle, die keine Männer in der Blüte ihrer Jahre waren.

Frauen - Hintern - Herd

Ob es diese “klassischen” Rollenbilder in der Form allgemeingültig gegeben hat sei einmal dahingestellt, fest steht: sowohl Männer als auch Frauen wurden in früheren Zeiten in feste Rollen gezwängt ohne Möglichkeit eine tatsächliche Wahl zu haben, oder besser gesagt: vor die Wahl gestellt zu werden. Denn ausbrechen ging sicher irgendwie immer, war dann wohl eine Frage des persönlichen Einsatzes.

Tatsächlich hatten die “klassischen” Geschlechterrollen eine ähnliche Anspruchshaltung an Männer und Frauen: Einen Partner des anderen Geschlechts suchen, heiraten, innerhalb von x Jahren Kinder kriegen.

Ein Rollen”korsett” quasi, das Menschen nur wenig Freiheiten lässt.
Dieses Korsett darf heute getrost als überwunden gelten. Denn: wesentliche gesellschaftliche oder gar politische Gruppen, die das klassische Geschlechterrollenbild von Männern und Frauen (für alle) fordern gibt es hierzulande nicht, nicht einmal bei der CSU.
(Widerspruch an der Stelle ist ausdrücklich erwünscht, ich bin gespannt)

“moderne” reaktionäre Geschlechterbilder

Reaktionäre Geschlechterbilder gibt es heutzutage immer noch, interessanterweise haben sich die Ansichten, wie Männer und Frauen angeblich sind oder gefälligst zu sein haben nur zu einem gewissen Teil überlebt. Pikanterweise haben sie sich in einigen Aspekten sogar im kompletten Gegenteil verfestigt.
Galten in früheren Zeiten Frauen als emotional unbeständig, sowohl physisch als auch psychisch “schwach”, Männer hingegen als sprichwörtlicher “Fels in der Brandung” gehen die Vorurteile über Männer und Frauen heute auf eine verschrobene Art und Weise in eine andere Richtung.
Männer werden (besonders gerne von Feministinnen) als emotional labile “Grobiane” und Triebtäter hingestellt, wohingegen auf der anderen Seite die Sprechart der “Powerfrau” aufrecht erhalten wird. Paradoxerweise brauchen gerade Frauen und Mädchen gemäß dem feministischen Narrativ expliziten “Schutz” in so genannten “safe spaces”. Vor wem? Vor Männern natürlich.
Aber gibt es nicht auch Männer die Schutz benötigen? Aber sicher, nur das passt nicht in das “neue Geschlechterbild” genau so wenig wie in das “klassische” Geschlechterbild.

Was ist passiert? Offenbar ist im Versuch, die reaktionären Geschlechterbilder aufzubrechen vor allem eines geschehen: alte reaktionäre Geschlechterbilder wurden durch neue reaktionäre Bilder von Mann und Frau ersetzt.
Und diese werden auch munter vertreten und gefördert, vor Allem auch in der politischen Öffentlichkeit.

Echte Wahlfreiheit welchen Weg sich ein Mensch für das Leben aussucht und welche Chancen dieser Mensch dabei hat gibt es heute immer noch nicht und wird noch immer extrem stark am Geschlecht festgemacht. Nur die Vorzeichen haben sich in einigen Bereichen geändert.

Reaktionär ist heute, wer behauptet Frauen müssten _unbedingt_ eine berufliche Karriere hinlegen vom feinsten hinlegen, und dürften sich _auf keinen Fall_ auf die Erziehung der eigenen Kinder konzentrieren.
Reaktionär ist, wer behauptet Männer seien weniger häufig Opfer von Gewalt als Frauen, und würden daher auch keine Schutzeinrichtungen benötigen.
Reaktionär ist, wer erzählt gewisse einvernehmliche sexuelle Praktiken seien frauenfeindlich und daher ethisch nicht vertretbar.

Was mich wieder zur Frage bringt: wer vertritt heute reaktionäre Geschlechterbilder, und vor Allem: wer vertritt sie nicht? Wenn ich Feministinnen und Maskulisten gegenüberhalte, wird mir sehr schnell klar: von Männerrechtlern höre ich keine ständigen Aufrufe, dass Frauen soundso zu sein hätten, und das Männer diese und jene Lebensentscheidungen _nicht_ treffen sollten.

Daher überrascht es mich auch nicht, dass die meisten Frauen den heutigen Feminismus meilenweit von sich fern halten wollen. Welche Frau will schon eine Ideologie mit derart krassen Vorurteilen über Männer und Frauen? Welche Frau will schon eine Ideologie, die Frauen so viele Vorschriften macht?
Da kann man ja auch gleich in die katholische Kirche gehen.

Das Märchen von der angeblichen „Maskulinisierung“ durch Flüchtlinge

Jüngst war in etlichen Medien von der Furcht vor einer „Maskuliniserung“ durch den Zuzug von Flüchtlingen zum Beispiel aus Syrien zu lesen. (Bericht bei Genderama, bezugnehmend auf die Fleischhauer-Kolumne im SPIEGEL)

Wie 800.000 Menschen, von denen 70% Männer sind, das Geschlechterverhältnis in Deutschland kippen, bleibt jedoch unklar. Vielleicht wird dann ja bald FEGMDA (Feministische Europäer*Innen Gegen Maskulinisierung Des Abendlandes) durch die Straßen ziehen.

Es ist in jedem Fall mal wieder ein wunderschönes Beispiel für das Männerbild in unserer Gesellschaft. Aus den Männern, die herkommen und dabei eine lebensgefährliche Reise auf sich nehmen – oft um ihre Familie auf sichererem Wege nachzuholen, sobald der Asylgrund anerkannt wurde –, werden dann potentielle Aggressoren, die mit einer männlichen Erwartungshaltung in das gelobte Land ziehen.

Noch einmal: der Anteil der Männer ist offenbar nur deswegen so „hoch“, weil es als Aufgabe der Männer verstanden wird die lebensgefährliche Reise nach Europa auf sich zu nehmen, um später die Familie nachzuholen.

Aber schauen wir uns die Zahlen genauer an. Wenn unter 800.000 Flüchtlingen 70% Männer sind und 30% Frauen, dann ergibt sich ein „Männerüberschuss“ von 320.000.

Laut Zensus hatte Deutschland Ende 2014 81,2 Millionen Einwohner. Und zwar 39,8 Millionen Männer (49%) und 41,4 Millionen Frauen (51%)
(Ja, Männer sind in Deutschland eine Minderheit).

Das bedeutet rechnerisch: Es müssten sage und schreibe 4 Millionen Flüchtlinge mit einem Männeranteil von 70% einreisen um das Geschlechterverhältnis in Deutschland überhaupt einmal _auszugleichen_. Das entspricht einmal der kompletten Bevölkerung von Rheinland-Pfalz.
Um das Geschlechterverhältnis „umkippen“ zu lassen von 49% Männer/ 51%Frauen auf 51%Männer/ 49%Frauen müssten entsprechend 8 Millionen Flüchtlinge mit einem Männeranteil von 70% einreisen.
Bei der angeblichen „Islamisierung“ durch Flüchtlinge verhält es sich ganz ähnlich:

Verhütungsmethoden, Freiheit und Gleichberechtigung

Wer sich für Verhütungsmethoden interessiert und die gesellschaftlichen Auswirkungen derselben, stößt zwangsläufig auf die Antibabypille.

Antibabypille

Der SPIEGEL beispielsweise misst der Antibabypille allergrößte Bedeutung zu, sicher nicht zu Unrecht:

Kleine Tablette, große Wirkung
Die Antibabypille revolutionierte das Sexualleben: Sie ermöglichte Frauen freiere Lebensplanung und sexuelle Selbstbestimmung.

In der Wikipedia werden die gesellschaftlichen Auswirkungen der Antibabypille kurz aber eindrucksvoll festgehalten:

Der Economist bezeichnete die Antibabypille als die Erfindung, die das 20. Jahrhundert maßgeblich prägte. 1965, fünf Jahre nach der Erstzulassung, wurde sie in den USA bereits von 41 % der verheirateten Frauen unter 30 Jahren verwendet. Erst 1972 wurde durch die Entscheidung im Fall Eisenstadt v. Baird auch unverheirateten Frauen in den USA der Zugang ermöglicht. 1976 verhüteten drei Viertel der 18- und 19-jährigen Frauen mit der „Pille“.[8]

Tatsächlich hat die Antibabypille viele praktische Eigenschaften. In der Tat stehen Menschen heute ein ganzer Strauß an Verhütungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Im folgenden beziehe ich mich auf die Artikel „Alle Verhütungsmethoden und ihre Sicherheit“ von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel.

Nagel teilt die Verhütungsmethoden in Gruppen nach Wirkungsmethode bzw. Anwendungsmethode ein:

  • hormonelle Verhütungsmethoden
  • Barrieremethoden
  • natürliche Familienplanung (NFP)
  • operative Verhütungsmethoden
  • chemische Verhütungsmittel

Dem möchte ich mich jedoch nicht anschließen. Da mich eher die gesellschaftlichen Aspekte von Verhütungsmethoden interessieren, teile ich die Verhütungsmethoden wie folgt ein:

  • sichtbare Verhütungsmethoden
  • unsichtbare Verhütungsmethoden (präkoital)
  • unsichtbare Verhütungsmethoden (postkoital)

„Natürliche Familienplanung“ lasse ich bewusst außen vor. Die „Sichtbarkeit“ einer Verhütungsmethode stufe ich danach ein, ob der Geschlechtspartner die Anwendung/Anwesenheit der Verhütungsmethode wahrscheinlich mitbekommt oder nicht.

sichtbare Verhütungsmethoden

Frauen Männer
Frauenkondom Kondom
Diaphragma (plusSpermizid)
Portiokappe (plusSpermizid)

unsichtbare Verhütungsmethoden (präkoital)

Frauen Männer
Pille Sterilisation
Einphasenpille
Zweiphasenpille
Zwei- und Dreistufenpräparate
Mikropille
Minipille
östrogenfreie Pille
Depotspritze (Dreimonatsspritze)
Hormonimplantat
Verhütungsring
Verhütungspflaster
Spirale (Intrauterinpessar)
Hormonspirale (Intrauterinsystem)
Sterilisation

unsichtbare Verhütungsmethoden (postkoital)

Frauen Männer
Pille danach
Abtreibung

Diese beeindruckende Liste zeigt: Verhütung ist faktisch Frauensache. Man kann es auch anders ausdrücken: beim Thema Verhütung haben Männer nichts zu melden, Männer bleiben außen vor. Mit allen positiven und negativen Folgen.

Die freie Sexualplanung und sexuelle Selbstbestimmung, die Frauen durch die Vielzahl an Verhütungsmethoden ermöglicht wird, findet bei Männern schlicht und ergreifend nicht statt.

Eine echte Wahlfreiheit ist an dieser Stelle Frauen vorbehalten. Männern bleibt die Verwendung von Kondomen (etwas, das Frauen verweigern können) oder die Möglichkeit zur Selbstverstümmelung per Sterilisation.

Jeder Mann, der dieses Thema schon einmal zur Sprache gebracht hat, wird sich einem Argument ausgesetzt sehen, das keines ist.
„Männer“, so die meist von Frauen vorgebrachte Aussage, „wollen ja gar nicht verhüten.“

Abgesehen davon, dass das gar nicht stimmt: ein durchaus entlarvender Ansatz, dass Menschen hier anderen Menschen den Wunsch auf Wahlfreiheit schlicht und ergreifend absprechen.

Männer sind beim Thema Verhütung nicht gleichberechtigt.

Nun ist völlig Gleichberechtigung biologisch sicher nicht möglich. Dass aber für Frauen viele und für Männer praktisch keine Verhütungsmethoden existieren ist sicher kein medizinisch-technisches, sondern ein Gesellschaftliches Problem.

Männer und Frauen wären gleichberechtigt

CC BY SA 2.0 János Balázs

 

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Diese Idee haben uns die Verfasser des deutschen Grundgesetzes im Jahre 1949 mit auf den Weg gegeben. Der Wortlaut wurde seitdem nur leicht verändert.

Aus rechtlicher Sicht soll das Geschlecht grundsätzlich kein Grund für eine Ungleichbehandlung sein. Das ist die Grundidee hinter dem zweiten Absatz von Artikel 3 Grundgesetz.

Männer und Frauen wären gleichberechtigt, wenn dieser Artikel doch nur Bestand hätte.

Doch tatsächlich sieht es anders aus. In Deutschland, in unseren Nachbarländern, in ganz Europa. Ich möchte mich hier auf Deutschland beschränken, denn damit gibt es schon genug zu tun.

Die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen hat in Deutschland Gesetzesrang. Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts ist allein schon perfide genug, wenn sie schlicht und ergreifend stattfindet. Aber schwarz auf weiß gesetzlich legitimiert muss sie für einen gerechtigkeitsliebenden Menschen noch mehr eine Provokation sein.

Die Ungleichbehandlung von Männern gegenüber Frauen findet statt in Gerichtsurteilen, in Verordnungen und in Gesetzen.
Ja: die Ungerechtbehandlung von Männern im Vergleich zu Frauen hat sogar Verfassungsrang. Und um das Thema wird es mir in Zukunft gehen.

Männer und Frauen wären gleichberechtigt.

Die Nützlichkeit des Feminismus

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Der Sinn und Zweck des Feminismus – so wie er in die Öffentlichkeit und in die Köpfe der Menschen transportiert werden soll – ist die Förderung von Frauenrechten.
Schlägt man ein Lexikon auf, so ist stets zu lesen, Ziel des Feminismus sei die Gleichberechtigung von Männer und Frauen.

Für die meisten Männerrechtler ist es eine Binsenweisheit, dass sich der Feminismus nur dann für Gleichberechtigung einsetzt, wenn sie die Rechte, Möglichkeiten und Chancen von Frauen fördert. Viele Feministinnen vertreten diese Position ganz offen. Und sie ist sicherlich auch ehrlicher als die der Feministinnen, die ihrem Feminismus das alleinseligmachende Heilsversprechen in Sachen Gleichberechtigung zusprechen, und „keine Götter neben sich“ dulden.

Feministinnen engagieren sich für Frauenrechte, Maskulisten engagieren sich für Männerrechte. Das gemeinsame Ziel: Mehr Gleichberechtigung für alle Menschen.

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