Impressionen 03.12.2015

Ich nehme mir mal an Arne Hoffmann ein Beispiel, und fasse einige der Impressionen zusammen, die mir über den Tag so begegnen.

1) In San Bernadino in den USA hat es einen Amoklauf gegeben, das kommt in den USA ja leider häufiger vor.
Erste Verdächtigungen gingen natürlich in die Richtung „weiße Männer“. Noch bevor die Polizei etwas gesagt hat.

Dass in Wirklichkeit eine Frau beteiligt war, scheint etliche Medien geradezu zu verstören:


Frauen sind nicht immer Opfer? Hat sich die Täterin vielleicht vertan?

sci_fanboi konstatiert folgendes:


Wie kann das sein? Töten Kugeln aus weiblichen Waffen mit 30% mehr Liebe als die aus männlichen Waffen?

Währenddessen bekommt eine Frau aus Großbritannien Hasskommentare ab, weil sie zufällig ebenso heißt wie die Amokläuferin.

2) Der Feminismus hat ein Imageproblem. Woher das bloß kommt?

3) Laut der Studie einer Bank achten Jüngere und Männer eher auf ihre Finanzen als Frauen.
Ist das jetzt der Gender Spar Gap, oder wie?

4) „US-Studie: Energy-Drinks macht Männer zu Macho-Idioten“
Das stimmt zwar nicht, besagt die Studie auch nicht, aber trotzdem kann man einfach mal so titeln wenn es um Männer geht. Es geht mal wieder um so ein klassisches „Korrelation vs. Kausalität“-Ding. Gleichzeitigkeit belegt eben keinen Zusammenhang.
Bei Huffington Post erfährt man mehr:

Natürlich ist es trotzdem fragwürdig, junge Männer, die Energy-Drinks trinken, unter einen Generalverdacht zu stellen. So wurde die Studie auch nur an einer kleinen Gruppe von amerikanischen, weißen, heterosexuellen Collegestudenten vorgenommen.

Natürlich ist es fragwürdig, junge Männer unter Generalverdacht zu stellen. Aber es gilt eben nicht als fragwürdig das zu tun. Das ist der feine Unterschied.

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