Impressionen vom 14.12.2015

1) In Saudi-Arabien durften am Samstag zum ersten Mal in der Geschichte Frauen aktiv und passiv wählen.

Gleich vier Frauen sind in die Regionalparlamente gewählt worden. Herzlichen Glückwunsch!

2) Paul Elam hat eine düstere Zukunftsvision aufgeschnappt. Ein Zeitreisender kommt in die Zukunft, und findet: #Equality

Unbedingt bis ganz zum Ende anschauen. Sehr brutal. ?

3) Es gibt ja Menschen, die sich permanent Gedanken darüber machen, wie die Kunstform der Computerspiele politisch korrekter gestaltet werden kann. Hier ein Highlight:

Ich sehe es schon vor mir: im nächsten „Wolfenstein“ wird Hitler eine schwarze, lesbische Muslima sein. Und es wird gut sein.

4) Die ersten Videos vom Gender Kongress im November sind online, hier der Vortrag von Monika Ebeling:

5) Milosz Matuschek hat in der Neuen Züricher Zeitung einen bemerkenswerten Kommentar zur Beschneidungsgesetzgebung in Deutschland verfasst.

Das antastbare Geschlecht, titelt Matuschek, und geht dabei auf die Kluft zwischen §1631d BGB und §226a StGB ein.

(…) zeigte jedoch deutlich, wie ungleich die Sympathien des Gesetzgebers verteilt sind. Es gibt wohl keinen Fall, wo sich der Genderbias deutlicher manifestiert als hier. Das Geschlecht eines Kindes entscheidet darüber, ob ein und dieselbe Handlung als verschärft strafwürdig oder als dem Kindeswohl dienend eingeordnet wird.

Bemerkenswert ist, dass diese Debatte in einer Schweizer Zeitung stattfindet und nicht in Deutschland.

6) Noch ein Tabu: Männer mit Brustkrebs.

Männlich, 50, Brustkrebs

Als Paul Schmitz den Knoten entdeckt, hält er ihn für einen Mückenstich. Doch es ist Krebs. Seine Therapie quält ihn auch psychisch: Er ist der Mann mit dem Frauenleiden.

Sowas gibt es doch gar nicht. Oder doch? Die Details im Artikel lassen auf jeden Fall tief blicken.

Dienstag, 30. Juli, Wartezimmer Strahleninstitut. Paul Schmitz hat schnell einen Termin bekommen. „Frau Schmitz, bitte“, kommt es aus dem Lautsprecher. Herr Schmitz bleibt sitzen. Gibt bestimmt noch jemanden hier, der so heißt. Schmitz, so heißt jeder Zweite. Alle bleiben sitzen. Frau Schmitz also. Er steht auf, denn sonst macht es ja niemand, und als er aus dem Warteraum tritt, guckt die Sprechstundenhilfe hoch und fragt: „Und wo ist Ihre Frau?“

(…)

Schmitz muss operiert werden. Die linke Brust wollen sie amputieren. Amputieren. Die Brust. Das muss er doch träumen. Die rechte Brust soll abgeflacht werden, damit die Unterschiede nicht so auffallen. Haben Männer Brustkrebs, so wird es Schmitz erklärt, dann versuchen die Ärzte erst gar nicht, die Brust zu erhalten. Das wird nur bei Frauen gemacht.

An alles wird beim Thema Brustkrebs gedacht: so lange die Patienten weiblich sind. Auch unter den Ärzten fühlt sich niemand für den Mann zuständig.

7) Bei Alles Evolution geht es heute in der Reihe „Vereine für Männerrechte“ um eine Vorstellung von MANNdat e.V.

8) Zum Schluss noch eine Karikatur zum Thema „Safe Spaces“ am Campus.

 

Ein Gedanke zu „Impressionen vom 14.12.2015“

  1. 3) ist typisches HeForShe. Die Spieleentwickler, die wissen was gerade angesagt wird, sollen ein neues Diverstiy-Game entwickeln und das Risiko eingehen es zu vermasseln.

    Und die Diversity-Polizei beschränkt sich dann darauf ein Urteil zu fällen. Selbst was machen… nee, lass mal.

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